Who or what is a “messie”?
The word »messie« comes from »mess«. Messies accumulate piles of papers and other objects in their homes, so that the space becomes nearly uninhabitable. This behaviour resembles addiction, and those affected often realize they are behaving irrationally. Objects are kept because they might come in handy some time, or because they are associated with memories which make it impossible to throw them away. Messies are often unable to allow visitors into their homes and as a result become increasingly isolated. Many messies hold on to the illusion of sorting through their piles and creating a well-organized archive.
What causes the Messie Syndrome?
One cause is the ever-increasing range of products available to consumers. In addition, the internet has intensified the flow of information. Advertising and marketing associate objects with emotions. The flood of goods and information forces consumers to constantly make choices. In this situation, messies find themselves overwhelmed.
Who runs the risk of becoming a messie?
The media response, the flood of self-help books on the topic, and the proliferation of self-help groups and cleaning services all confirm just how widespread the messie phenomenon is. Messies are found in all social classes and age groups. A large proportion of messies tend to be well-educated: wide-ranging interest and an affinity for archives may exacerbate the problem.
How was the phenomenon discovered?
The American author Sandra Felton, herself a messie, drew worldwide attention to the phenomenon with her self-help books. All her books were bestsellers, reflecting just how widespread the phenomenon is. In 1981 Felton coined the term »messie« and founded the first self-help group (www.messies.com). Today there are many such groups in a variety of countries.
How many messies are there?
Felton estimates that there are around 33 million messies in the USA, which would represent 12 percent of the population. In Germany the estimate is 1.8 million or roughly 2 percent of the population. However, these figures are only rough estimates. It is difficult to collect more precise figures, because most messies do not admit to being sufferers. What can be observed, however, is the growing number of self-help groups. In the city of Zurich alone there are four groups. In Germany there are over 200 regional groups.
Recommended reading
- The Messies Manual
- Messie No More
- Living Organized
- Smart Organizing
- Organizing Your Home and Family
- When You Live With A Messie.
- Organizing for Life: declutter your mind to declutter your world.
All books by author Sandra Felton.

27 comments
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1 Dirk Schürjohann on 2007-03-01, 2.27 am h
Nur ein Kommentartest. Alles Gute, liebes Blog!
2 lkalk on 2007-03-12, 10.26 am h
Wenn ja die Messies durch das Internet vor größere Probleme gestellt werden und wegen der größeren Informationsflut zwangsläufig “Selektierfreudiger” werden müssen (man kann ja schlieslich nicht alles behalten, denn der Wohnraum ist ja bekanntlich begrenzt) dann ist doch eigentlich nur wilkommen, oder war das jetzt zu kurz gedacht. Ich muss aber ehrlich sagen, dass man in dieser Zeit tatsächlich mehr aufbewahren muss als früher wenn man später noch mal von einer Behörde auf etwas angesprochen wird. Das ist ja Wahnsinn was die als Verjährungszeit angeben. Da brauch man ja schon eigentlich ein extra Raum um all das unterzubringen. Und wenn die Messies ja wie oben beschrieben alles ordnen ist es ja in diesem Sinne eigentlich nur ein Vorteil.
3 Thomas Haemmerli (Author) on 2007-03-13, 10.07 am h
Stimmt, die Aufbewahrungspflicht ist auch noch ein Punkt. Bei meiner Mutter war das so, dass sie zu erst gegen meinen Vater, dann gegen Mieter in einer Wohnung, die nicht gezahlt hatten, prozessierte. Dabei lernte sie schon früh, jedes Dokument kann wichtig sein. Ausserdem machte sie von zahlreichen Gesprächen sogenannte “Aktennotizen”, das heisst Aufzeichnungne was gesagt wurde, Datum und Uhrzeit. Und dann kam noch etwas hinzu: Nämlich das Beweisfoto. Weil es in ihrem Haus noch einen anderen Mieter gab, der viele Sachen besitzt, und die zuweilen in der Tiefgarage lagerte, fotographierte meine Mutter das immer wieder. Sie wollte damit beweisen, dass nicht sie Grund zu den Klagen der Feuerpolizei war, sondern der Nachbar. Übrigens: Im Film sieht man am Schluss, wie der Vermieter in der aufgeräumtem Wohnung alles fotographiert, um Beweisfotos herzustellen.
Noch ein Wort zum Messie im Interenet-Zeitalter: Ich glaube es gibt die Tendenz zum Digitalen Messie. Man saugt tonnenweise Sachen aus dem Internet ab, und lagert die Geschichten auf der Festplatte. Ist aber kein grösseres Problem, weil es einen in seiner sozialen Funktionstüchtigkeit nicht weiter einschränkt.
4 Oliver Timmermann on 2007-03-15, 9.42 am h
Ich stelle mir da immer wieder die Frage, wo die Grenze zwischen Sammeln, Aufbewahrungspflicht und nahezu krankhaftem Verhalten liegt..
5 Bettina on 2007-04-04, 9.20 am h
Hallo Herr Haemmerli
Ich bin schockiert… Ihre Mutter war krank… Sie verarbeiten mit diesem Film wahrscheinlich auch Ihr eigenes Versagen. Sie haben nicht erkannt, wie schlecht es Ihrer Mutter über Jahre hinweg erging. Die Angehörigen sind in vielen Situationen überfordert.
Ich denke es gab von Ihrer Seite her auch keine Liebe und Achtung gegenüber der Mutter. Sonst wäre der Film nicht für die Öffentlichkeit gemacht.
Meine Mutter hat eine Demenz. Auch sie wäre schon lange Filmreif.
Aber ich liebe meine Mutter und werde Ihr die Menschenwürde trotz allem nie nehmen.
Freundliche Grüsse
Bettina
6 Theres on 2007-04-09, 12.19 pm h
Hallo Bettina
Habe gestern im Kino den Film gesehen. Ich finde, Thomas Hämmerli hat das sehr gut gemacht. Das ist die einzige Art so was zu verarbeiten! Und bitte: wie ist denn die Mutter mit ihren Söhnen umgesprungen!!! Zudem: Leute mit Messie-
Syndrom wollen sich gar nicht helfen lassen. Die Mutter war eben gerade nicht krank und schon gar nicht dement.
Lieber Thomas Hämmerli
Sie haben das wirklich super gemacht. Lassen Sie sich nicht von solchen Kritiken beeindrucken. Angehörige, die mit demselben Problem konfrontiert worden sind, können Sie sehr gut verstehen.
Wir werden den Film weiter empfehlen!
Mit lieben Grüssen, Theres
7 Gabrielle Chiarello on 2007-04-16, 9.06 pm h
Bravo, bravo, bravo. Ich denke unsere ganze Gesellschaft ist vom Messietum bedroht. Sprich: zuviel Ware überall. Wir hinterlassen doch nur noch Berge. Dazu haben Sie fein und humorvoll auch die zugemüllten Beziehungen dargestellt. Auch da lohnt es sich, von Zeit zu Zeit aufzuräumen und loszulassen.
Ihr Film hat mich in meinem Entschluss bestärkt, noch rigoroser wegzuräumen. Endziel: mit einem Koffer verreisen und nie mehr Besitz anhäufen. Ist per Ende Jahr geplant! Und zudem wünsche ich mir, dass ich mal so gelassen und vergnügt Abschied nehmen kann und verabschiedet werde, wie Sie es vorgemacht haben.
Gabrielle
8 Monika Wertheimer on 2007-04-17, 6.03 pm h
Lieber Herr Hämmerli
ich fand den Film SUPER, weil ich so von aussen beobachten konnte, wie ich wohl beim Ausmisten des Hauses der Tante und Grossmutter (50 Jahre nichts weggeschmissen) und meiner Mutter (weniger krass, da nur 30 Jahre…) ausgesehen haben mag :-(
Ich sah die Wut, die einen erfasst, weil, diese Menschen hätten jene Menge Zeit gehabt, um Ordnung zu machen.
Mir ist seit dem Film klar, was ich mit den Strampelhösli unseres Sohnes mache, mit meinem Schulheften, dem selbstgehäckelten Spitzedeckeli meiner Nachbarin und meinen Wanderschuhen, obwohl ich überhaupt nicht mehr wandere…
Danke Herr Hämmerli - vielen Dank für diesen Film - er ist so “reinigend”
Herzlich - Monika
9 Claudine on 2007-04-19, 2.37 pm h
Guten Tag Herr Hämmerli
Ihr Film löst ja einiges aus - gut so!
Nicht gut ist, dass ich bis jetzt noch keine Begleitung gefunden habe die mich ins Kino begleiten will, obwohl ich durchwegs von kulturell interessierten Menschen umgeben bin. (?)
Ergo: Entweder warte ich auf den DVD oder Ich gehe alleine, ich will den Film nämlich unbedingt sehen und freue mich sogar darauf.
Liebe Grüsse Claudine (Ich gehe alleine!)
10 Kathy Reboly on 2007-05-20, 5.55 pm h
Sigmund Freud PrivatUniversität Wien
ZWEITE DEUTSCHSPRACHIGE MESSIE TAGUNG D-A-CH
Psychotherapeutische Sichtweisen
9. und 10. November 2007
Abgeleitet vom englischen Wort mess (= Unordnung) werden jene Menschen Messies genannt, die ihren Lebensbereich drastisch einschränken, indem sie z.B. ihre Wohnungen mit Dingen überfüllen
und unter Umständen sich auch die Organisation des Alltagslebens oft extrem erschweren.
Aufgrund der Entwicklungen in den USA und in Deutschland ist anzunehmen, dass unter dem Messie-Phänomen - im englischen und amerikanischen Raum als Hoarding bezeichnet - eine größere Anzahl von Menschen leidet.
Die Zweite Deutschsprachige Messie Tagung (D-A-CH) setzt sich zum Ziel, die aktuellen Forschungsergebnisse der Messies-Forschungsgruppe unter der wissenschaftlichen Leitung von Rektor Hon. Prof. Dr. Alfred Pritz zu diskutieren. Die klinische und wissenschaftliche Definition, die dahinter liegenden psychodynamischen Prozesse und weitere Aspekte - wie die Auseinandersetzung mit Angehörigen und jugendlichen Betroffenen -
sollen beleuchtet werden. Daher soll mit dieser Tagung versucht werden, dem Messie-Phänomen näher zu kommen, um es
besser zu verstehen und Konsequenzen für die effiziente psychotherapeutische Arbeit ableiten zu können.
Veranstaltungsort:
Sigmund Freud PrivatUniversität Wien (SFU)
Festsaal im 2. Stock
Schnirchgasse 9A
A – 1030 Wien
Teilnahmegebühr:
Teilnehmer: EUR 120,-
Studierende und Pensionisten: EUR 60,-
Tagungs-CD: EUR 10,-
Fort- und Weiterbildung:
Der Tagung werden im Rahmen der psychotherapeutischen und psychologischen Fort- und Weiterbildung 13 Stunden zuerkannt.
Voranmeldung erforderlich:
messies@sfu.ac.at
Fax: +43 1 798 40 98
Post: Schnirchg. 9A, A-1030 Wien
Programm, Anmeldungsformular und Angebote für Messies und deren Angehörige unter http://www.sfu.ac.at!
11 Beamarie on 2007-05-21, 1.16 am h
Also die Wohnung voller Sachen, das habe ich auch bei meiner Mutter erlebt. Sie hat alles mögliche gesammelt, da hätten andere gesagt: in den Müll damit. Überall stand was, Nippes ohne Ende und als ich hinter die diversen Raumteiler und in die Schränke guckte- voll und viel. Es stapelte sich. Ich denke, soeas hat auch mit einem Traume zu tun, und waren die 30iger Jahrgänge nicht durch das 3. Reich mehr als traumatisiert, als es nichts mehr gab??? Meine Eltern erzählten immer, dass sie damals nichts hatten und sehr darunter litten, da kann ich mir schon vorstellen, dass sie anfingen zu sammeln! Mein Vater hatte Schrauben ohne Ende, er sammelte genauso wie meine Mutter, aber sie hätten es nie zugegeben, dass das nicht mehr im Bereich des Normalen war. Sie haben es im Krieg nie anders gelernt und das Erlernte wurde dann eben auch später beibehalten.
Das Menschen auch Müll sammeln ist meiner Meinung nach ein Teufelskreis: sie haben psychische Hänger, schaffen es nicht, den Müll zu entsorgen, sie sind einsam, schämen sich, und es dreht sich eine Spirale, die diese Menschen immer weiter runterzieht. Schließlich ist soviel Müll da und die Scham so groß, dass diese Menschen es schaffen, niemanden einen Einblick in ihre Misere zu geben, da sie wegen dem Chaos und eben wegen der Scham deswegen niemanden mehr zu sich nach Hause einladen. Und das hat wiederum etwas mit mangelndem Vertrauen zu tun. Zudem kommen viele mit Vorwürfe- wenn ich mir vorstelle, wie viele Menschen, die Messies sind, einsam sterben mußten, kein Vertrauen zu niemanden, d a s ist verdammt traurig!!!
12 Heidi on 2007-05-26, 10.08 pm h
Guten Tag Herr Haemmerli
Vor zwei Tagen habe ich den oben erwähnten Film gesehen. Vielen,vielen Dank dass Sie den Mut hatten, diesen zu drehen. Da ich eine Angehörige eines Messies bin, hat mich dieser Tatsachenbericht sehr berührt und aufgewühlt. Glücklicherweise konnte ich bei einigen Szenen während des Filmes herzlich lachen und das hat mir gutgetan und war sehr befreiend. Wissen Sie, ich habe mich mit Ihnen und Ihrem Bruder sehr verbunden gefühlt, weil ich selber viele Stunden Aufräumarbeiten in einer vermüllten Wohnung geleistet habe um zu helfen. Zu diesem hervorragenden Filmwerk möchte ich Ihnen gratulieren. Herzliche Grüsse Heidi
13 Lorenz on 2007-06-25, 11.28 pm h
I think what you are doing is great!!! I want to use your color scheme at my sites…
14 Sieghardine on 2007-07-10, 9.25 am h
Hallo Herr Hämmerli,
Habe gestern endlich Ihren Film gesehen und ich fand ihn super! Das ist Leben live! Es müssen nicht immer Mord und Totschlag sein, um einen Film einen Inhalt zu geben.
Dieser Film wird etwas bewegen, bei Betroffenen und bei Angehörigen und folglich ist dieser Film von Seltenheitswert ohnegleichen. Mutig, Humorvoll, Selbstironisch und dies alles im totalen Chaos!
Nur - der Hausbitzer möchte ich nicht sein! Ich glaube, dieser findet das ganze nicht so spannend und lustig, besonders was den überhitzten Kamin betrifft!
15 Frank Corbusier on 2007-09-21, 2.42 pm h
Ich denke schon, dass das Messiverhalten eindeutig krankhaft ist und dieser Film auch als eine Art Aufklärung angesehen werden kann, denn wenn Sie den Mut haben, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, so schaffen es andere vielleicht auch und sei es nur, um sich Hilfe zu holen und beraten zu lassen, wie sie denn reagieren können und sollen, wenn sie einen solchen Fall in der Familie haben.
16 detlev jackson on 2008-01-29, 2.27 pm h
Der Film wurde heute abend in Australien gezeigt. Obwohl Englisch meine muttersprache ist, wollte ich nachdem ich diesen Film gesehen habe, und mir darueber viele gedanken mache, gerne was schreiben. Meine Mutter ist Deutsch und nach dem Krieg nach Neuseeland ausgewandert. (Jahrgang 36) Sie hatte immer schon schwierigkeiten sich in der dortigen Gesellschaft anzupassen. Als Kinder sind wir mit den Eltern nach Deutschland zurueckgekehrt, aber da fiel es meinem Vater schwer, und nach einigen Jahren kehrten wir zurueck nach Neuseeland. Meine Schwester und ich wohnen jetzt in Sydney, da es mit der Mutter aenliche Schwierigkeiten gab: Starke mistrauen gegen Fremde und nach dem Tod unseres Vaters vor einigen Jahren eine vershaerferung des sammelns. Sie sagt das sie weiss dass sich alles moegliche ansammelt, aber das sie nicht weisst warum es ihr immer schwerer faellt Sachen wegzuwerfen. Sie erwaehnt auch den Krieg, und meint es ist doch nict richtig etwas wegzuwerfen was doch noch gebrauchen werden koennte, so etwa plastik Tueten, und Flashen die nur einen kleinen Rest haben. Zur Zeit sammelt sie Wiederverwertbares in der Badewanne und wird sehr aufgeregt wenn meine Schwester oder ich versuchen etwas aus der Wohnung zu tragen. Auch eine dringend noetige Reperatur in der Wohnung loest eine riesige Angst aus, Angst und Wut. Keine Briefe werden geoeffnet, auch wenn es was wichtiges ist.
Danke fuer den Film, das aufdecken und die gleichzeitige zerstoerung, und die Wut, und die hilfosigkeit waren mir alle sehr nah. Wer sowas nicht mitgemacht hat hat oft kein verstaendnis dafuer, wie das auf andere Menschen wirkt. (zb Julia die meint das waere auf die anonyme grossstadt zurueckzufuehren).
Die Wohnung meiner Mutter ist klein, aber nach ihrem Film werde ich das eventuelle aufraeumen besser ueberstehen koennen.
17 Thomas Haemmerli (Author) on 2008-01-29, 10.00 pm h
Vielen Dank für die interessante Geschichte. Ich habe bei meiner Mutter auch immer geglaubt, der Krieg sei entscheidend. Ich habe aber für die DVD (erscheint Ende März) noch einige Interviews mit Spezialisten fürs Bonus Material gedreht. Die sind alle der Ansicht, dass es irgendeine Rechtfertigung sein kann, also die materielle Not der Kriegszeit, Ökologie wie bei meiner Mutter, der Archivgedanke, dass aber das Problem tiefer liegt. Und dass das Messiesyndrom, dann mehr der Ausdruck einer anderen psychischen Krankheit sei.
Vielelicht müsse Ihre Mutter den Film mal sehen. Es hatte am Filmfestifal in Solothurn, wo der Film gezeigt wurde, eine Dame, die mir erzählte sie sei von ihren Söhnen praktisch genötigt worden sich den Film anzusehen, weil sie unter Messieverdacht stände. Sie hat mir dann erklärt, sie würde ihre Anstrengungen vermehren, ihr Archiv fertig einzuräumen. I hope so!
18 Anja on 2008-02-22, 7.08 pm h
Wenn man sich mit dem Thema Messie noch nicht weiter befasst hat, sollte man sich diesen Film unbedingt einmal anschauen.
19 Annika on 2008-03-06, 5.51 pm h
Was macht man, wenn man in ein Bauernhausgebäude kommt als erstes?
Ich habe mich übergeben und in dem Loch völlig geschockt und somit verwirrt herumgestolpert.
Heute morgen um 8 Uhr habe ich ein “Schwarzes Loch” eines Messie Paares vorgefunden. Die beiden Feiglinge sind weg, nur das stinkige Haus ist noch mein Problem und noch viel wichtiger der noch immer anmir haltende Gestank. Es ist 17.20 Uhr und der faule Eier, Kohl, Fikal und Verwesungsgeruch ist noch immer an mir. Nasenspülung und Muttis Haushaltstipps helfen nicht mehr.
Wenn ich mich dazudurchringe das Gebäude wieder zu betretten, was muss ich mir an Schutz zulegen? Soll ich gleich mit einem Schaufelbagger in die Flure und Zimmer?
Was mache ich wenn ich vergangene Lebewesen finde? Das Ehepaar hieß es aus der Nachbarschaft hatte Haustiere. Womit muss man da unter den schwarzen, grauen Müllbergen rechnen? Soll ich den Abdecker ins Telefon speichern, oder gar die Polizei?
Es ist ein nasser März, soll ich jetzt meinen Urlaub nehmen und eilig das Haus auszuräumen?
Was rechnet man da an Zeit- Muss man den Müll sortieren? Kann ich damit zur städtischen Entsorgungsstelle?
Wäre der nächste Gang für mich ein Psychater oder Psychologe, der mich betreut?
20 Ulla on 2008-04-18, 2.01 am h
Detlev, wann wurde der Film in Australien gezeigt und wo, im SBS?
21 Nomade on 2008-04-18, 1.42 pm h
Ich habe den Film nicht gesehen, und muss ihn auch nicht sehen. Einen Film über das Problem “Messie” zu machen ist im Prinzip eine gute Sache. Jedoch das private Leben Ihrer Mutter einem breiten Publikum öffentlich zu machen, finde ich einfach…. mir fehlen die Worte…..unglaublich, um in einer normalen Umgangssprache zu bleiben.
Dazu kommt die Kälte und Zynismus, mit dem Sie dieses Thema behandeln. Wo bleibt der Mensch dabei, die Gefühle?
Meiner Meinung nach ist es genau die Kälte der Gesellschaft, die die Menschen in das Messietum treibt. Sie errichten Barrikaden, um sich gegen die zynische Gesellschaft zu schützen.
Um sich zu schützen gegen Personen wie Sie, die eigenen Söhne.
22 Sebastian on 2008-04-19, 11.12 pm h
Danke für den Film.
Die Erfahrung mit den Reinigungsritualen - Zerstören - gibt die Störung der eigenen Geschichte gut wieder.
Die Fremdheit der eigenen Eltern ist natürlich erscheckend aber sehr schön in der Fremdheit der eigenen Jugend verpackt.
Es war für mich deswegen sehr klärend weil die persönlcie Betroffenheit gerade nicht im Vordergrund stand.
23 Elke on 2008-04-24, 7.59 am h
Danke für den Film. Ich fand ihn einfach großartig. Wenn man selbst mit so einem Problem konfrontiert ist, sieht man es mit anderen Augen. Die Vorwürfe, sich nicht um die Mutter gekümmert zu haben, sind haltlos. Vielmehr ist es so, dass die meisten Messies emotionale Zuwendung ablehnen u. die Sammlerei wie ein Panzer gegen die “Außenwelt” wirken soll. Professionelle Hilfe wird nicht in Anspruch genommen, obwohl das Ganze ja in höchstem Grad pathologisch ist.
24 Anna on 2008-05-11, 10.26 pm h
Lieber Herr Haemmerli,
ich habe eben Ihren Film in Leipzig gesehen. Vielen Dank dafür! Ich finde, dass Sie außerordentlich deutlich zeigen, zu welchem Vermüllungsgrad die Messie- Probleme eines Menschen führen können, aber scheinbar nebenbei berühren Sie einige andere Aspekte der späten Eltern-Kind-Beziehung und räumen auch hier äußerst spannend mit Themen, die oft im Verborgenen bleiben, auf: Was, wenn die Nähe nicht reicht, sich auch am Ende des Lebens regelmäßig zu begegnen und auszutauschen? Was, wenn zentrale Konflikte nicht ideal geklärt und verarbeitet werden konnten? Was, wenn man sich als erwachsenes Kind von den Eltern weg-sozialisiert hat und das, weit weg, auch gerne bleiben möchte? Was, wenn die Eltern ihre Kinder, trotz deren Bemühen, nicht mehr an sich heran oder in die Wohnung lassen? Ihr Film räumt für mich insofern auf, dass all diese Themen vorkommen, aber eben nicht psychologisierend hervorgezerrt werden und damit eine idealtypische Klärung/Reinigung/Versöhnung für realistisch und machbar erklärt wird, sondern deutlich wird, dass am Rande mancher Persönlichkeitskonflikte Beziehungskonflikte bestehen bleiben. Ich finde Ihren Film keineswegs gefühlskalt, sondern smart gemacht, wertvoll und entlastend. Darum: Vielen Dank!
25 Claire on 2008-07-02, 3.01 pm h
Dear Thomas
I watched your film in Kunming with a Chinese friend this week. I was lent it by Ana. I had to write and let you know it made a big impact on me. I think you have treated your mum with great respect, only showing footage of her in her youth and beauty. This is how she would want people to know her as you say she took great care with her appearance. In the viewer’s mind this is how she will always be remembered.
It is hard therefore to imagine how she became such an extreme hoarder, but as you uncovered her life, and in particular her childhood, it made sense that she was compensating for a huge amount of loss and disconnection. There is potential for any of us to tip into this kind of chaos, given enough difficult circumstances in our lives. This was how she coped.
I enjoyed your honesty, and the especially the humorous way in which you look at life and death.
Claire
26 Kathy Reboly on 2008-07-10, 8.22 pm h
Dritte Deutschsprachige Messie Tagung
Psychotherapeutische Aspekte
7. und 8. November 2008
Abgeleitet vom englischen Wort mess (= Unordnung) werden jene Menschen Messies genannt, die ihren Lebensbereich drastisch einschränken, indem sie z.B. ihre Wohnungen mit Dingen überfüllen und unter Umständen sich auch die Organisation des Alltagslebens oft extrem erschweren. Aufgrund der Entwicklungen in den USA und in Deutschland ist anzunehmen, dass unter dem Messie-Phänomen - im englischen und amerikanischen Raum als Hoarding bezeichnet - eine größere Anzahl von Menschen leidet.
Die Dritte Deutschsprachige Messie Tagung setzt sich u.a. zum Ziel, die aktuellen Forschungsergebnisse der Messies-Forschungsgruppe unter der wissenschaftlichen Leitung von Rektor Prof. Dr. Alfred Pritz zu diskutieren. Die klinische und wissenschaftliche Definition, die dahinter liegenden psychodynamischen Prozesse und weitere Aspekte werden beleuchtet. Daher soll mit dieser Tagung versucht werden, dem Messie-Phänomen näher zu kommen, um es besser zu verstehen und Konsequenzen für die effiziente psychotherapeutische Arbeit ableiten zu können.
Wissenschaftliche Leitung:
Univ. Prof. Dr. Alfred Pritz und Dr. Elisabeth Vykoukal
Organisation:
Mag. Nassim Agdari-Moghadam und Katharina Reboly
Programm: http://www.sfu.ac.at (Veranstaltungen)
O Teilnahmegebühr…………………EUR 120
O Nur Freitag………………………….EUR 50
O Nur Samstag………………………..EUR 70
O MP3-CD zur Tagung………………EUR 10
O Studierende…………………………EUR 60
O Ausbildungskandidaten……………EUR 60
O Pensionisten………………………..EUR 60
O Studierende an der SFU…………kostenlos
Fort- und Weiterbildung: Der Tagung werden im Rahmen der psychotherapeutischen und psychologischen Weiterbildung 13 Stunden zuerkannt.
Senden Sie die Anmeldung per Email an messies@sfu.ac.at, per Fax an +43 1 798 40 98 oder per Post:
Sigmund Freud PrivatUniversität Wien
Schnirchgasse 9A
A-1030 Wien
Bitte überweisen Sie Tagungsgebühr auf die Kto. Nr. 51430014601 (BLZ 12000 – BaCa) lautend auf Sigmund Freud PrivatUniversität Wien, Verwendungszweck: „SFU-Messie-Tagung III“ und weisen Sie die Einzahlungsbestätigung am Eingang vor.
27 Sigrid on 2008-07-13, 6.07 pm h
Ich ziehe meinen Hut. Ich habe mir den Film eigentlich nicht ansehen wollen und bin am Freitag *aus Versehen* reingeraten und konnte nicht mehr aufhören.
Ich kann nur sagen, wer ihn nicht gesehen hat, kann und darf sich kein Urteil bilden. Der Fim schafft die schmale Gratwanderung zwischen zwangsläufig makaberen Humor und Respekt, er rutscht dabei eben nie in die Geschmacklosigkeit ab.
Ungebührlich, respektlos, grenzüberschreitend einen solchen Film über die eigene Mutter zu drehen und zu veröffentlichen?
Diese Sichtweise macht ein solches Suchtverhalten erst überhaupt möglich. Zur Sucht gehört zwingend dazu, dass die Angehörigen, Freunde, Bekannten den Deckelmantel des Schweigens darüber ausbreiten. Genauso wie es dazu gehört, dass Süchtige alles unternehmen, dass niemand über ihre Sucht erfährt.
Nur wenn beide Parteien sich perfekt an diese “ungeschriebenen Gesetze” halten, wird Sucht erst möglich!
Und wird langfristig verhindert, dass Süchtigen in Zukunft geholfen wird.
Wer ein solchen Film über die Sucht dieser Mutter verurteilt, sollte sich die Frage stellen, was diese Mutter ihren Söhnen zugemutet hat.
Ich fand es schon unheimlich schwer meinem Vater, der eine leichte Tendenz zum Messie hatte, beim Umzug zu helfen. Man wird in die Intimität seiner Eltern reingezogen und das ist alles andere als einfach.
Meine Mutter versucht schon heute, möglichst alles so zu organisieren, dass wir Kinder so wenig wie möglich mit ihrer “Hinterlassenschaft” zu tun haben. So zeigt man auch einen respektvollen Umgang mit seinen Kindern!
Sigrid