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	<title>Comments on: &#220;bers&#160;Aufr&#228;umen</title>
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	<description>Film</description>
	<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 23:25:14 +0000</pubDate>
	
		<item>
		<title>By: esteban</title>
		<link>http://www.messiemother.com/2007/04/uebers-aufraeumen/#comment-5420</link>
		<dc:creator>esteban</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2008 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Letzte Woche bei der Abdankung des mit 71 verstorbenen Ehemannes einer Mitarbeiterin. Der Pfarrer w&#228;hlte zum Trost dieses einen seiner vielen Sch&#228;fchen das Thema "Wir sind Pilger, nur auf Zeit hier", und Weiteres.

Letztendlich ist doch das T&#252;rmen von Ware um sich herum nichts anderes, als das Nicht-wahr-haben-wollen dass es vorbei sein wird.

Im Falle von Frau H&#228;mmerli selig wohl eher: dass es vorbei ist (die Ehe, der Nachkriegswohlstandstraum-now we!. Obwohl Thomas berichtet, dass Mutter schon sammelte, als die Buben allenfalls noch gar nicht geboren? 

Meine Mutter hat auch gesammelt. Auf unserer Reise - in den Sechzigern/Siebzigern - von Mexiko &#252;ber Argentinien, Brasilien und Peru nach Portugal. Als die Endstation CH angesagt war, der Wechsel von einer ger&#228;umigen Villa in eine doppelte 4 Zi Wg in einem Arbeiterhaus in Winterthur Anno 1905, erbaut von meinem Grossvater Schuhmacher und dann P&#246;stler in einem heute begehrten Wohnquartier, musste reduziert werden. Diese Z&#228;sur erledigte sie im Team mit ihrem Ehemann-meinem-Vater, im Alter von 65 und mehr. Alleine w&#228;re das wohl schief gegangen. Die Wg wahren dann trotzdem zugestopft mit all der Ware. Anf&#228;nglich war oft die Sorge zu h&#246;ren, was mit dem Zeugs, wenn wir nicht mehr sind? Anti-Messie? Heute sind die Leutchen 81 und 83, das Material kein Thema mehr. First come first serve. Das Bewusstsein, dass die Jungen dann schon r&#228;umen. Sch&#246;ne Lockerheit f&#252;rs Alter. 

Und warum?
Weil sie es geschafft haben, nach &#252;ber 53 Jahre Ehe immer noch zusammen zu wursteln.

Die Botschaft?
Lasst uns gopferteli nicht meinen, Streetparade-Hedonismus muss. Ich-muss. Oder anders: R&#252;ckengrat beim Entscheid, Kinder auf die Welt zu stellen. Empathie und Kompromiss statt uin&#228;i-ich-wott-n&#252;&#252;t-h&#228;&#228;rg&#228;&#228;.

Messi wird doch jede/r, der mit Verlassenheit oder nur schon der Lebensimmanenten Einsamkeit fertigwerden muss und es einfach nicht schafft ...

Den Film jedoch muss ich mir nochmals reinziehen, nehme schwer an, auf dieser Web kann man auch mit Visa zahlen ... ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche bei der Abdankung des mit 71 verstorbenen Ehemannes einer Mitarbeiterin. Der Pfarrer w&#228;hlte zum Trost dieses einen seiner vielen Sch&#228;fchen das Thema &#8220;Wir sind Pilger, nur auf Zeit hier&#8221;, und Weiteres.</p>
<p>Letztendlich ist doch das T&#252;rmen von Ware um sich herum nichts anderes, als das Nicht-wahr-haben-wollen dass es vorbei sein wird.</p>
<p>Im Falle von Frau H&#228;mmerli selig wohl eher: dass es vorbei ist (die Ehe, der Nachkriegswohlstandstraum-now we!. Obwohl Thomas berichtet, dass Mutter schon sammelte, als die Buben allenfalls noch gar nicht geboren? </p>
<p>Meine Mutter hat auch gesammelt. Auf unserer Reise - in den Sechzigern/Siebzigern - von Mexiko &#252;ber Argentinien, Brasilien und Peru nach Portugal. Als die Endstation CH angesagt war, der Wechsel von einer ger&#228;umigen Villa in eine doppelte 4 Zi Wg in einem Arbeiterhaus in Winterthur Anno 1905, erbaut von meinem Grossvater Schuhmacher und dann P&#246;stler in einem heute begehrten Wohnquartier, musste reduziert werden. Diese Z&#228;sur erledigte sie im Team mit ihrem Ehemann-meinem-Vater, im Alter von 65 und mehr. Alleine w&#228;re das wohl schief gegangen. Die Wg wahren dann trotzdem zugestopft mit all der Ware. Anf&#228;nglich war oft die Sorge zu h&#246;ren, was mit dem Zeugs, wenn wir nicht mehr sind? Anti-Messie? Heute sind die Leutchen 81 und 83, das Material kein Thema mehr. First come first serve. Das Bewusstsein, dass die Jungen dann schon r&#228;umen. Sch&#246;ne Lockerheit f&#252;rs Alter. </p>
<p>Und warum?<br />
Weil sie es geschafft haben, nach &#252;ber 53 Jahre Ehe immer noch zusammen zu wursteln.</p>
<p>Die Botschaft?<br />
Lasst uns gopferteli nicht meinen, Streetparade-Hedonismus muss. Ich-muss. Oder anders: R&#252;ckengrat beim Entscheid, Kinder auf die Welt zu stellen. Empathie und Kompromiss statt uin&#228;i-ich-wott-n&#252;&#252;t-h&#228;&#228;rg&#228;&#228;.</p>
<p>Messi wird doch jede/r, der mit Verlassenheit oder nur schon der Lebensimmanenten Einsamkeit fertigwerden muss und es einfach nicht schafft &#8230;</p>
<p>Den Film jedoch muss ich mir nochmals reinziehen, nehme schwer an, auf dieser Web kann man auch mit Visa zahlen &#8230; ;-)</p>
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		<title>By: Wackermann</title>
		<link>http://www.messiemother.com/2007/04/uebers-aufraeumen/#comment-5364</link>
		<dc:creator>Wackermann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2005 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Vermutlich hilft nur, m&#246;glichst sorgf&#228;ltig schon beim Kauf jeder Kleinigkeit zu sein. Brauche ich wirklich drei verschiedene Suppenkellen? Brauche ich wirklich schon wieder einen neuen Aktenordner, oder kann ich die alten nicht ersteinmal ausmisten? Lese ich das Buch wirklich - oder steht es nach den ersten zehn gelesenen Seiten weiterhin ungelesen im Regal?

Das kann man so weiter spinnen. Die Methode funktioniert nach dem Motto - wehret den Anf&#228;ngen. Ab und an wird ein Ausmisten und vorallem ein Loslassen von Altlasten aber unumg&#228;nglich sein. Nicht jeder kann das ohne Probleme - und so kann das schell in Chaos und M&#252;llberge &#252;bergehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vermutlich hilft nur, m&#246;glichst sorgf&#228;ltig schon beim Kauf jeder Kleinigkeit zu sein. Brauche ich wirklich drei verschiedene Suppenkellen? Brauche ich wirklich schon wieder einen neuen Aktenordner, oder kann ich die alten nicht ersteinmal ausmisten? Lese ich das Buch wirklich - oder steht es nach den ersten zehn gelesenen Seiten weiterhin ungelesen im Regal?</p>
<p>Das kann man so weiter spinnen. Die Methode funktioniert nach dem Motto - wehret den Anf&#228;ngen. Ab und an wird ein Ausmisten und vorallem ein Loslassen von Altlasten aber unumg&#228;nglich sein. Nicht jeder kann das ohne Probleme - und so kann das schell in Chaos und M&#252;llberge &#252;bergehen.</p>
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	<item>
		<title>By: Daniel Heimer</title>
		<link>http://www.messiemother.com/2007/04/uebers-aufraeumen/#comment-5201</link>
		<dc:creator>Daniel Heimer</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2003 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Tja das  ist, wie mein Vorredner schon gut erkannt haben, von Person zu Person verschieden. F&#252;r den Einen ist es Unordnung, f&#252;r den Anderen das geordnete Chaos. Jeder kommt eben anders damit zurecht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja das  ist, wie mein Vorredner schon gut erkannt haben, von Person zu Person verschieden. F&#252;r den Einen ist es Unordnung, f&#252;r den Anderen das geordnete Chaos. Jeder kommt eben anders damit zurecht.</p>
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	<item>
		<title>By: Köschi</title>
		<link>http://www.messiemother.com/2007/04/uebers-aufraeumen/#comment-5109</link>
		<dc:creator>Köschi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2000 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo zusammen. 
Ben&#246;tige mal den ein oder anderen Rat von Euch.

Ich lebe seit guten 5 Jahren in einer eigentlich gl&#252;cklichen Beziehung. Leider ist f&#252;r Sie meine "kleine" Unordentlichkeit ein Dorn im Auge.
Ich gestehe ja ein, dass ich nicht unbedingt der geborene Putzteufel bin und mich nach Feierabend lieber mal auf die Couch lege und einfach nur vor mich hind&#246;se.......:-)
Ich gehe jedoch mal davon aus, dass das eines Tages unsere Beziehung zerbrechen lassen wird. Ich habe ihr ja auch schon oft zugesagt dass ich mich &#228;ndern werde und "alles besser wird", aber ich bleibe nach wie vor einfach nur faul.
Versteht das bitte nicht falsch. Ich bin wirklich nicht der geborene Unordentliche Mensch. Bei anderen Leuten bin ich der h&#246;flichste und freundlichste Kumpel, der das Geschirr aufr&#228;umt und den Tisch abdeckt.
Zuhause lass ich es jedoch stehen, bis es F&#252;sse bekommt.

Hat mir mal jemand einen guten Rat oder einen guten Tipp was ich den &#228;ndern k&#246;nnte?
Habe mir ja auch schon oft vorgenommen &#246;fters mal die Wohnung zu putzen, das Geschirr zu verr&#228;umen, etc. leider ist es dabei auch geblieben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen.<br />
Ben&#246;tige mal den ein oder anderen Rat von Euch.</p>
<p>Ich lebe seit guten 5 Jahren in einer eigentlich gl&#252;cklichen Beziehung. Leider ist f&#252;r Sie meine &#8220;kleine&#8221; Unordentlichkeit ein Dorn im Auge.<br />
Ich gestehe ja ein, dass ich nicht unbedingt der geborene Putzteufel bin und mich nach Feierabend lieber mal auf die Couch lege und einfach nur vor mich hind&#246;se&#8230;&#8230;.:-)<br />
Ich gehe jedoch mal davon aus, dass das eines Tages unsere Beziehung zerbrechen lassen wird. Ich habe ihr ja auch schon oft zugesagt dass ich mich &#228;ndern werde und &#8220;alles besser wird&#8221;, aber ich bleibe nach wie vor einfach nur faul.<br />
Versteht das bitte nicht falsch. Ich bin wirklich nicht der geborene Unordentliche Mensch. Bei anderen Leuten bin ich der h&#246;flichste und freundlichste Kumpel, der das Geschirr aufr&#228;umt und den Tisch abdeckt.<br />
Zuhause lass ich es jedoch stehen, bis es F&#252;sse bekommt.</p>
<p>Hat mir mal jemand einen guten Rat oder einen guten Tipp was ich den &#228;ndern k&#246;nnte?<br />
Habe mir ja auch schon oft vorgenommen &#246;fters mal die Wohnung zu putzen, das Geschirr zu verr&#228;umen, etc. leider ist es dabei auch geblieben.</p>
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	<item>
		<title>By: sebastian</title>
		<link>http://www.messiemother.com/2007/04/uebers-aufraeumen/#comment-5058</link>
		<dc:creator>sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Nov 2001 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>@ # 20 Thomas
fand den Film zwar stellenweise witzig, aber auch b&#246;s respektlos gegen&#252;ber der alten Frau. Es hatte sicherlich &#252;ber das im Film Angesprochene hinaus gute Gr&#252;nde, da&#223; es mit den S&#246;hnen keine gute Beziehung mehr gab und sie einsam vermodert ist...
Und nebenbei, Herr Journalistiker aus dreisprachigen landen: Nuit ist weiblich, also bonne nuit - wenn schon ausl&#228;ndlisch, dann richtig...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ # 20 Thomas<br />
fand den Film zwar stellenweise witzig, aber auch b&#246;s respektlos gegen&#252;ber der alten Frau. Es hatte sicherlich &#252;ber das im Film Angesprochene hinaus gute Gr&#252;nde, da&#223; es mit den S&#246;hnen keine gute Beziehung mehr gab und sie einsam vermodert ist&#8230;<br />
Und nebenbei, Herr Journalistiker aus dreisprachigen landen: Nuit ist weiblich, also bonne nuit - wenn schon ausl&#228;ndlisch, dann richtig&#8230;</p>
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	<item>
		<title>By: Marcel</title>
		<link>http://www.messiemother.com/2007/04/uebers-aufraeumen/#comment-5046</link>
		<dc:creator>Marcel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2006 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>F&#252;r mich ist Ordnung auch auf jeden Fall wichtig. Wenn an meinem Arbeitsplatz Unordnung herrscht, regt mich das nur auf und ich kann nicht arbeiten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r mich ist Ordnung auch auf jeden Fall wichtig. Wenn an meinem Arbeitsplatz Unordnung herrscht, regt mich das nur auf und ich kann nicht arbeiten.</p>
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	<item>
		<title>By: Caroline</title>
		<link>http://www.messiemother.com/2007/04/uebers-aufraeumen/#comment-4369</link>
		<dc:creator>Caroline</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Thomas, liebe Mitlesende, 

ich schlie&#223;e inhaltlich gleich an den Vorredner an, zun&#228;chst aber vielen Dank f&#252;r diesen Film, der mich sehr stark motiviert. Besonders erleichternd fand ich dreierlei: Die Wucht, mit der da weggeworfen und zerhackt und zerd&#246;ppert wurde, die Freude am Wegschenken von noch Brauchbarem und die gro&#223;e Portion Humor, die das Ganze begleitet!

Dieser Tage miste ich Verbliebenes von meinem Ex-Mann aus, der als Grafiker Stifte, Vergr&#246;&#223;erungsger&#228;te, irgendwelche Motoren, Papierrollen, Letraset-Buchstaben und Lineale hortete, dazu Entw&#252;rfe in hoher Zahl, es k&#246;nnte ja mal eine verworfene Idee doch wieder n&#252;tzlich werden.

Als er nach der Trennung auszug, hinterlie&#223; er derlei und fing aus einer Ein-Zimmer-Wohnung nach Computerschulung mit modernster Technologie neu an. Zerm&#252;rbt vom jahrenlangen Rosenkrieg, habe ich hinter dem Zimmer mit seinen Sachen erst einmal einige Jahre lang die T&#252;r zugemacht - und bin nun "dran". Zur Ermutigung sah ich gestern den Film und war begeistert, wie viel urkomische Momente dieses traurige Thema durch Ihre Art der Aufbereitung bietet. (Auch den Vorfilm fand ich genial ausgesucht.)

Ausgehend von der Generation meines Ex-Mannes (er ist in den sp&#228;ten 50ern geboren), &#252;berdenke ich jetzt meine eigene Situation, auch im Vergleich mit Freunden aus dem Ausland, denn offenbar gibt es in der Generation der Nachkriegsgeborenen Deutschen oder von Deutschen Abstammenden eine geteilte Grunderfahrung. Die emotionale, zentrale Not des Verlusts, die viele unserer Eltern als Kinder und junge Menschen erlebt haben, Mangel, Hunger und Not sowie das Gef&#252;hl, zu kurz gekommen zu sein, hat einst in der beginnenden Wohlstandszeit f&#252;r Reiz&#252;berflutung gesorgt. Und wenn bei Vorbelasteten das Gef&#252;hl "jetzt-habe-ich-endlich-was" zuschl&#228;gt, fehlt etlichen offenbar die Distanz zum Beurteilen, Einsch&#228;tzen, Kategorisieren, Ablegen. (Ich betone die Frage der Herkunft so sehr, weil ich in vielen Jahren im Ausland bemerkt habe, dass die Mehrzahl meiner Freunde, deren Eltern nicht direkt vom 2. WK betroffen waren, von ihren Vorfahren sehr viel weniger &#196;ngste "geerbt" haben als ich.)

Diese emotionale Grundkonstellation der Not machte meine Schwiegermutter aus, wobei sie unter dem gesellschaftlichen Druck einer Kleinstadt nach au&#223;en einen geordneten Lebenswandel nicht nur ausstrahlte, die 'sichtbaren' R&#228;ume waren genau das (andere kenne ich nicht). Sie hat diese emotionale Konstellation 1:1 auf ihren &#196;ltesten &#252;bertragen, dem noch vier Kinder nachfolgten, was zu &#246;konomischen Schwierigkeiten f&#252;hrte. Ich bin auch &#196;lteste einer kinderreichen Famlie und hatte Verst&#228;ndnis. (Der Begriff der Ko-Abh&#228;ngigkeit bei Alkoholismus ist hier zu zitieren.) 

Also: Ich sehe hier eine Gemengelage von aus zum Teil vererbten Ur&#228;ngsten, Konventionem (nach au&#223;en ist immer alles grandios und viel besser als bei anderen), eigenen &#196;ngsten, die sicher auch der erlebte Zwiespalt aus Anspruch und Wirklichkeit bef&#246;rdert, dem Gef&#252;hl der Machtlosigkeit, das Hand in Hand mit &#220;berfordertsein geht und falschen Priorit&#228;tensetzungen.

Noch einmal Danke f&#252;r dien Film. Das "downshifting" bzw. die Verlagungerung des Sammelwahns aufs Digitale sind Moden bzw. technische M&#246;glichkeiten, die zu mehr Luft und Leichtigkeit f&#252;hren, die aber hoffentlich nicht jene, die das nicht leben k&#246;nnen, nicht noch st&#228;rker stigmatisieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Thomas, liebe Mitlesende, </p>
<p>ich schlie&#223;e inhaltlich gleich an den Vorredner an, zun&#228;chst aber vielen Dank f&#252;r diesen Film, der mich sehr stark motiviert. Besonders erleichternd fand ich dreierlei: Die Wucht, mit der da weggeworfen und zerhackt und zerd&#246;ppert wurde, die Freude am Wegschenken von noch Brauchbarem und die gro&#223;e Portion Humor, die das Ganze begleitet!</p>
<p>Dieser Tage miste ich Verbliebenes von meinem Ex-Mann aus, der als Grafiker Stifte, Vergr&#246;&#223;erungsger&#228;te, irgendwelche Motoren, Papierrollen, Letraset-Buchstaben und Lineale hortete, dazu Entw&#252;rfe in hoher Zahl, es k&#246;nnte ja mal eine verworfene Idee doch wieder n&#252;tzlich werden.</p>
<p>Als er nach der Trennung auszug, hinterlie&#223; er derlei und fing aus einer Ein-Zimmer-Wohnung nach Computerschulung mit modernster Technologie neu an. Zerm&#252;rbt vom jahrenlangen Rosenkrieg, habe ich hinter dem Zimmer mit seinen Sachen erst einmal einige Jahre lang die T&#252;r zugemacht - und bin nun &#8220;dran&#8221;. Zur Ermutigung sah ich gestern den Film und war begeistert, wie viel urkomische Momente dieses traurige Thema durch Ihre Art der Aufbereitung bietet. (Auch den Vorfilm fand ich genial ausgesucht.)</p>
<p>Ausgehend von der Generation meines Ex-Mannes (er ist in den sp&#228;ten 50ern geboren), &#252;berdenke ich jetzt meine eigene Situation, auch im Vergleich mit Freunden aus dem Ausland, denn offenbar gibt es in der Generation der Nachkriegsgeborenen Deutschen oder von Deutschen Abstammenden eine geteilte Grunderfahrung. Die emotionale, zentrale Not des Verlusts, die viele unserer Eltern als Kinder und junge Menschen erlebt haben, Mangel, Hunger und Not sowie das Gef&#252;hl, zu kurz gekommen zu sein, hat einst in der beginnenden Wohlstandszeit f&#252;r Reiz&#252;berflutung gesorgt. Und wenn bei Vorbelasteten das Gef&#252;hl &#8220;jetzt-habe-ich-endlich-was&#8221; zuschl&#228;gt, fehlt etlichen offenbar die Distanz zum Beurteilen, Einsch&#228;tzen, Kategorisieren, Ablegen. (Ich betone die Frage der Herkunft so sehr, weil ich in vielen Jahren im Ausland bemerkt habe, dass die Mehrzahl meiner Freunde, deren Eltern nicht direkt vom 2. WK betroffen waren, von ihren Vorfahren sehr viel weniger &#196;ngste &#8220;geerbt&#8221; haben als ich.)</p>
<p>Diese emotionale Grundkonstellation der Not machte meine Schwiegermutter aus, wobei sie unter dem gesellschaftlichen Druck einer Kleinstadt nach au&#223;en einen geordneten Lebenswandel nicht nur ausstrahlte, die &#8217;sichtbaren&#8217; R&#228;ume waren genau das (andere kenne ich nicht). Sie hat diese emotionale Konstellation 1:1 auf ihren &#196;ltesten &#252;bertragen, dem noch vier Kinder nachfolgten, was zu &#246;konomischen Schwierigkeiten f&#252;hrte. Ich bin auch &#196;lteste einer kinderreichen Famlie und hatte Verst&#228;ndnis. (Der Begriff der Ko-Abh&#228;ngigkeit bei Alkoholismus ist hier zu zitieren.) </p>
<p>Also: Ich sehe hier eine Gemengelage von aus zum Teil vererbten Ur&#228;ngsten, Konventionem (nach au&#223;en ist immer alles grandios und viel besser als bei anderen), eigenen &#196;ngsten, die sicher auch der erlebte Zwiespalt aus Anspruch und Wirklichkeit bef&#246;rdert, dem Gef&#252;hl der Machtlosigkeit, das Hand in Hand mit &#220;berfordertsein geht und falschen Priorit&#228;tensetzungen.</p>
<p>Noch einmal Danke f&#252;r dien Film. Das &#8220;downshifting&#8221; bzw. die Verlagungerung des Sammelwahns aufs Digitale sind Moden bzw. technische M&#246;glichkeiten, die zu mehr Luft und Leichtigkeit f&#252;hren, die aber hoffentlich nicht jene, die das nicht leben k&#246;nnen, nicht noch st&#228;rker stigmatisieren.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Designer Dimi</title>
		<link>http://www.messiemother.com/2007/04/uebers-aufraeumen/#comment-4260</link>
		<dc:creator>Designer Dimi</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.messiemother.com/2007/04/uebers-aufraeumen#comment-4260</guid>
		<description>Kreativit&#228;t und Ordnung haben ein sehr gespaltenes Verh&#228;ltnis. W&#228;hrend in jeder Design Zeitschrift man defacto leere schicke Designer Wohnungen sieht, kann keiner von den Kreativen an einem blanken Tisch arbeiten - das ist einfach unm&#246;glich!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kreativit&#228;t und Ordnung haben ein sehr gespaltenes Verh&#228;ltnis. W&#228;hrend in jeder Design Zeitschrift man defacto leere schicke Designer Wohnungen sieht, kann keiner von den Kreativen an einem blanken Tisch arbeiten - das ist einfach unm&#246;glich!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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